Kabelnetze der Nordwestschweiz erweitern ihr digitales TV-Programm-Angebot
Die drei Kabelnetz-Unternehmen interGGA, GGA Pratteln und EBM, die rund 80’000 Haushaltungen in der Region versorgen, machen ihr TV-Programm-Angebot noch attraktiver. Ab 1. Dezember werden die restlichen, bislang nur analog verfügbaren Programme auch in digitaler Qualität verbreitet. Zudem wird ein neuer Sender aufgeschaltet und das Pay-TV-Angebot von intertainment-tv erweitert. Damit erhöht sich die Zahl sämtlicher verfügbarer Programme inklusive Pay-TV auf total 193. Die mit den Änderungen verbundenen Arbeiten in der Kopfstation verursachen lediglich kurze Unterbrüche.
Alles digital
Bis anhin waren immer noch eine Reihe von TV-Programmen lediglich in analoger Qualität verfügbar. Ab dem 1. Dezember werden diese zusätzlich in die digitale Palette aufgenommen. Diese doppelte Belegung nennt sich “Simulcast”. Wer bereits jetzt digitales Fernsehen nutzt, weiss das zu schätzen. Das lästige Umschalten des Fernsehers auf analog entfällt, wenn beispielsweise TeleBasel gesehen werden möchte.
Unter den neuen digitalen Sendern sind vor allem schweizerische sowie einige fremdsprachige Programme. Um welche es sich dabei handelt, kann auf den Info-Kanälen oder den Webseiten der Kabelnetzbetreiber nachgelesen werden.
Neuer Sender
Einem vielfach geäusserten Wunsch entsprechend, wird der deutschsprachige Sender „TIMM TV“ aufgeschaltet.
Neue attraktive Programme beim intertainment-tv
Das Pay-TV-Angebot wird um einige interessante Programme erweitert. Diese umfassen Filme, Sport, Dokumentation und Information sowie einige serbischsprachige Sender und eine zusätzliche italienischsprachige Produktion. Weitere Details auch hier auf den Webseiten und Info-Kanälen der Kabelnetzbetreiber.
Neuorganisation der Senderlisten und –namen
Im Verlauf der letzten Jahre wurden immer mehr Sender aufgeschaltet. Dabei konnte nicht immer eine sinnvolle Reihenfolge eingehalten werden. Dazu kamen verschiedene Namenswechsel. Die Kabelnetzbetreiber nehmen nun die geplanten Umstellungen vom 1. Dezember zum Anlass, die Sendernamen zu aktualisieren und einige Sender zu verschieben. Zudem werden Sender entfernt, die nur noch verschlüsselt zu empfangen sind. Die nachgeführten Frequenzlisten sind ab dem 1. Dezember ebenfalls auf den erwähnten Informationsquellen nachzulesen.
Die Umstellung findet am 1. Dezember in der Zeit von 08:00 bis 16:00 Uhr statt. In dieser Zeit kann es zu kurzen Unterbrüchen kommen. Es wird empfohlen, auf digitalen Empfangseinrichtungen einen Suchlauf durchzuführen, damit alle Sender neu erfasst und abgespeichert werden.
Analog – wie lange noch?
Die SRG verbreitet seit 2008 nur noch digitale Sendungen. Ab 2012 wird sogar nur noch in HD-Qualität produziert. Die meisten anderen Sendeanstalten haben ebenfalls damit begonnen, digitales Fernsehen auszustrahlen. Für die Kabelnetzbetreiber bedeutet das, hochwertiges Signal in ein analoges Signal zu wandeln. Das führt zu einem Qualitätsverlust der insbesondere auf neuen grossen Flachbildschirmen ersichtlich ist. Zudem belegt ein analoger Sender den Platz für ca. 10 digitale Programme. Spätestens wenn die SRG neben Standard Digital alles in HD-Qualität überträgt, werden die Kabelnetzbetreiber in der Region das analoge “Simulcast” voraussichtlich beenden. Es empfiehlt sich also bei der Anschaffung eines modernen, digitalen Flachbildschirmes immer auf eine kabelnetztaugliche Empfangseinrichtung (DVB-C Tuner) zu achten. Entweder ist dieser Tuner bereits im Gerät eingebaut oder es muss eine Set-Top-Box dazu gekauft werden. Eine kürzlich erfolgte Untersuchung ergab, dass bereits rund 50 Prozent der Haushalte in der Schweiz über einen modernen, digitalen Flachbildschirm verfügen; aber nur rund 10 Prozent davon eine Set-Top-Box betreiben. Das heisst mit anderen Worten: rund 40 Prozent konsumieren ein analoges TV-Bild auf einem grossen Fachbildschirm und wundern sich darüber, dass das Bild schlechter ist als auf dem alten, kleineren Fernseher.

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