Kabelnetzbetreiberin interGGA rüstet sich für die Zukunft

18. November 2010 - Allgemein, Pressemitteilungen

Folgender Artikel wird am Donnerstag, 18. November 2010 im Wochenblatt für das Birseck und Dorneck, Birsigtal Bote und Binninger Anzeiger erscheinen:

 

Mehr Kapazität für neue Fernsehsender. Logischere Reihenfolge der Kanäle. Eine neue, voll digitalisierte Kopfstation in Reinach soll zahlreiche Vorteile für TV-Konsumenten bringen. Allerdings müssen diese nun ihre Sender neu programmieren.

„Wir sind in unserem Einzugsgebiet bereits vorzüglich ausgerüstet mit fortschrittlichen und überaus schnellen Glasfasernetzen. Was nun folgt, ist der Ersatz der zehn Jahre alten Kopfstation in Reinach“, sagt Jörg Hauser, Vizepräsident des Verwaltungsrats der interGGA AG. Die Gemeinden der Region beziehen als Aktionäre der interGGA ihre Fernseh- und Radiosignale bei der interGGA. Stellt man sich die Leitungen in die Quartiere bzw. zu den TV-Konsumenten als Äste oder Zweige eines Baumes vor, ist die Strecke von der Kopfstation zu den GGA-Netzen der interGGA-Gemeinden der Stamm. Die Kopfstation hat die Funktion, das Hauptsignal für Fernsehen und Radio zu empfangen, aufzubereiten und weiterzuleiten.

45‘000 Kunden in der Region

„Die technische Aufrüstung auf IP-Technologie des so genannten „Headends“ werde voraussichtlich in der ersten Hälfte des Dezembers stattfinden“, sagt Beatrix Zimmerli, Geschäftsführerin der interGGA. Die damit verbundene Anpassung des Senderrasters hat zur Folge, dass mehr Platz für zukünftige Fernsehkanäle und grössere Internetkapazitäten zur Verfügung steht. Ausserdem soll die Störungsanfälligkeit geringer werden, die Reihenfolge der digitalen Sender logischer aufgebaut sein und das ganze Netz für künftige Dienste, wie etwa interaktives Fernsehen, vorbereitet sein, liess die Geschäftsleitung verlauten. „Die Aktion ist mit einer Defragmentierung eines Computers vergleichbar“, veranschaulicht Jörg Hauser die Aktion. Schon heute sind über das Kabelnetz der interGGA über 190 digitale (inkl. der in HD-Qualität angebotenen Sender) und 50 analoge TV-Sender in bester Qualität ohne vorgeschriebene Set-Top-Box und ohne Zusatzkosten über Kabel zu empfangen. Über 45‘000 Kunden in der Region nutzen dieses Angebot.

Neue Sendereinstellung erforderlich

Der Ersatz der Kopfstation hat allerdings auch zur Folge, dass die Abonnenten der interGGA ihre Sender neu programmieren müssen. „Dies ist ein ärgerlicher Nebeneffekt, allerdings probieren wir via Medien, Fachhändler sowie unserem eigenen Info-Kanal, die Leute auf diese Tatsache hinzuweisen“, sagt Zimmerli. Auf www.intergga-ag.ch kann man unter Infocenter/Anleitungen sehen, wie der entsprechende Sendersuchlauf bei diversen TV-Modellen mit eingebautem Digital-Empfänger durchgeführt werden kann (siehe Infobox).

TV, Radio, Internet und Telefon aus einer Buchse

„Viele Leute wissen nicht, dass die interGGA neben analogem, digitalem und HD-TV auch Internetverbindungen und Telefonie über das Glasfasernetz zu einem höchst interessanten Preis anbietet“, meint Jörg Hauser. Er zielt damit auf die Werbeoffensive der Swisscom für entsprechende Kombiangebote, die auch ein TV-Angebot via Telefonkabel beinhalten. Der Vertreter des Verwaltungsrats sieht allerdings den regionalen Anbieter interGGA klar im Vorteil: „Unser Netz ist nicht nur schneller und wesentlich günstiger als dasjenige der Swisscom. Wir sind auch regional gut abgestützt und arbeiten eng mit dem Fachhandel zusammen. Zudem wird unser Infokanal mit Gemeindenachrichten zunehmend ausgebaut und gewinnt tagtäglich an Zuschauern“. Nicht zuletzt biete die Swisscom auch kein analoges Fernsehen an, was gemäss seiner Schätzung doch immer noch 60% in der Region ausmachen würde, so Hauser.

Die Firma interGGA AG wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, die Einwohner der beteiligten Gemeinden kostengünstig mit Radio- und Fernsehprogrammen zu versorgen. „Obwohl wir natürlich auch nach ökonomischen Grundsätzen wirtschaften, ist unser primäres Ziel nicht der Profit, sondern die optimale Qualität zum günstigsten Preis für unsere Kunden“, unterstreicht Geschäftsführerin Beatrix Zimmerli die genossenschaftlichen Tendenzen der interGGA AG.



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